Mausens Allerfeinste Ms. Tony und ihre Entwicklung
02.April 2025, 11 Wochen
Die letzten zwei Wochen hat Tony mit ihrer Schwester Abby (Suzie Q) bei uns verbracht, nachdem die anderen fünf Geschwister schon ausgezogen waren. Bis Abby letzten Sonntag abgeholt wurde, war Tony noch nicht wirklich "unser" Welpe.
Denn natürlich behandelt man beide Welpen gleich und sie haben zum Beispiel auch noch zusammen im Wohnzimmer im stark verkleinerten Auslauf geschlafen nachts.
Also habe auch ich Sonntag quasi meinen Welpen bekommen und die Mausens-Anpassung hat jetzt so richtig begonnen.
Nachts schläft sie in der Box direkt neben meinem Bett. Nach fünf Minuten halbherzigem Genörgel hat sie die erste Nacht direkt acht Stunden durchgeschlafen und die beiden folgenden Nächte waren komplett ruhig über acht Stunden. Natürlich gibt es jedesmal ein kleines Betthupferl für sie, damit sie die Box auch gut findet.
Wir waren einen knappen Kilometer durch den Wald spazieren mit Mama Bumbac, evom Rewe nach Hause spazieren zur Feierabendzeit, als wirklich viele Autos an uns vorbeigesaust sind, wir waren nochmal im Baumarkt und eine wirklich lange steile Treppe runterlaufen, sowie kleine um den Block-Runden gehen.
Im Auto sitzt sie allein in dem Abteil neben Bumbac in der Kofferraumbox und macht auch das bis auf gelegentliche Unmutsbekundungen sehr fein.
Bisher spaziert sie überall ohne Unsicherheit durch und rein, dafür mit bester Abenteuerlaune mit und zeigt gesunde Neugier und Interesse an ihrer Umwelt.
Ich hatte ja das Pflegen im Allerfeinsten-Tagebuch recht negativ beschrieben. Allerdings klappt es jetzt bei den Welpen, von denen ich Rückmeldung habe, doch besser als hier beim letzten mal.
Auch Abby und Tony hatten wir nochmal gebadet und ausgeschoren mit gutem Ergebnis und für alle beteiligten erträglich.
Tony wollte gestern das erste mal von sich aus auf den Tisch. Schliesslich bekommt man beim bürsten dort lecker Goodies wenn man stillhält.
Sehr positiv überrascht mich, wie sie die neuen Regeln akzeptiert. Bisher durften die Welpen ja bei Bumbac mitessen.
Nun hatten Suzie und Abby die letzten zwei Wochen einen eigenen Napf und ich habe die Welpen nicht mehr zusammen aus dem Ring gefüttert. Abby war meist etwas schneller, sodass ich sie dreimal von Tony's Napf geschoben habe und sie hat es schön angenommen.
Tony hat -jetzt alleine- versucht bei Stitch und Bumbac am Napf mitzuessen, da sie schneller ist beim fressen. Einmal brummen von den beiden und nachdrückliches Wegschieben von mir und sie hat es akzeptiert, dass hier jeder seinen Napf in Ruhe leeren darf und danach das große Kontrolltauschen beginnt, wenn jeder seinen Napf verlassen hat.
In alles reinzubeissen haben wir auch so gut wie ausdiskutiert, lediglich gestern Abend hat sie es vergessen, weil sie gerade sehr überdreht war, liess sich aber gut wieder zur Ruhe bringen.
An der Leine laufen ist natürlich noch etwas hakelig, mal läuft sie mir vor die Füße, mal will sie in die Leine beissen. Im Ganzen klappt es aber doch schon toll.
Ansonsten konzentrieren wir uns auf die verbindliche Ansprache über ihren Namen und den seeehr verbindlichen Rückruf. Hier punktet die Pfeife natürlich noch mehr, denn das umdrehen und zulaufen ist zum Reflex geworden, bei dem sie nicht anders kann als zu mir kommen (ich hoffe, meine Welpenkäufer nutzen das weiter regelmässig so wie ich. Wäre schade sonst).
Aussteigen aus dem Auto ist mit hinsetzen, Leckerli essen und dann erst auf Signal aussteigen (im Moment noch ausgestiegen werden wegen der Höhe) verbunden. Ebenso das Halsband an- und ausziehen mit hinsetzen und Leckerli.
Dann wird gelernt, dass ich auch mal auf Toilette gehen darf ohne Verfolger und man die 2 Minuten allein im Wohnzimmer bleiben kann. Während ich duschen gehe, geht es kurz in die Box mit etwas zu kauen und auch tagsüber fliegt im vorbeigehen mal ein Leckerli in die Box, welches sie sich dann holen kann ohne dass die Tür zugeht.
Pischi geht ab und an noch rein, aber immerhin auf meine Schmutzfangmatte vor der Terrassentür. Das Konzept ist ihr klar, meine Umsetzung zuweilen mangelhaft.
Wenn sie ein Leckerli haben möchte, dann warte ich bis sie aufhört sehr aufdringlich zu sein oder sich sogar hinsetzt, wenn ich sie mit dem Leckerli ins Sitz führe und gebe das Signal dazu.
Ansonsten ist sie natürlich fast überall dabei. Ob beim Blumen pflanzen, beim Wäsche machen, putzen, beim essen, beim arbeiten, eben im Alltag und lernt auch hier viel nebenbei. Zum einen, dass sie nicht immer im Mittelpunkt steht, zum anderen die täglichen Abläufe, die sie so und ähnlich ihr Leben lang begleiten werden.
Bumbac ist hocherfreut darüber, dass Tony hier ist. Hat sie jetzt doch endlich jemanden, der auch gerne spielt. Dabei wird sie teils wirklich wild, sodass Tony dann zu mir kommt und das anzeigt. Ich regele Bumbac dann runter und auch das ist sehr wertvoll für alle hier. Tony lernt, dass es sich lohnt, bei Problemen erstmal bei mir anzufragen und mich das regeln zu lassen. Bumbac schadet die kleine Nettiquetten-Auffrischung auch nicht.
Stitch ist Tony überraschenderweise sehr zugetan und lässt viel Nähe zu. Das verblüfft mich wirklich, denn normalerweise braucht er ein gutes halbes Jahr, bis er wenigstens keine schlechte Laune mehr hat. Es spielt sie sogar zeitweise an, was bei ihm einer Krönung gleichkommt.
Heute werde ich noch meine beiden Targets neu rutschfest bekleben und wir haben in den nächsten Tagen die Anfänge ins Target- und Deckentraining im Plan. Zweimal täglich 2 bis 5 Minuten oder auch nur oder plus einmal als Einzelübung im Vorbeigehen oder auch mal gar nicht, wenn der Rest des Tages mit neuen Eindrücken voll ist, sind noch genug für das Alter.
Tony ist sehr ausgeglichen, kommt schön zur Ruhe und kann auch schon ausser Sicht im Bettchen liegenbleiben, wenn ich kurz in der Küche werkele (offener Wohn-/Ess-/Küchenbereich bei uns). Da ich möchte, dass das so bleibt, ist GALAMA angesagt ;)
Abends liegt sie natürlich gern mit auf der Couch und tankt Körperkontakt. Aber da sind wir hier alle gleich und genießen es sehr.
Aufgefallen ist mir, dass Tony sehr auf bewegte Beute steht, was im gesamten Wurf schon mehr oder weniger sichtbar war. Hier werde ich also von Anfang an etwas Impulskontrolle einbauen und kein kopfloses Hinterherhechten ohne Kooperation zulassen. Jagen können gerne andere, am besten die mit Schein dafür.